Geschichte

Vorwort


Werter Leser,

die Ausgabe, die Ihr nun in Euren Händen haltet, ist Band 1 der Bücherreihe "Mythen & Wahrheit: eine Chronik" und thematisiert - wie der erweiterte Buchtitel schon erahnen lässt - die Schöpfungsgeschichte unserer Welt. Dieses Buch gibt einen tiefen, detaillierten Einblick in die Urgeschichte Negaias und behandelt die Geschehnisse vor der ersten Zeitepoche (EZ).
Die Buchreihe ist nicht nur Pflichtlektüre für jeden Schüler der Astralwissenschaften, sondern dient auch jedem Gläubigen und Interessierten als Nachschlagewerk und sollte in jedem Haushalt zu finden sein.



Kapitel 1: Petros und die Teilung des Chaos


Bei der Frage, wie alles begann, sind sich alle Wesen Negaias - von den Göttern selbst über den frommsten Gläubigen bis hin zum niederträchtigsten Ketzer einig: Es hat etwas mit Petros zu tun.
Petros, Fels und Mittelpunkt unseres Glaubens und unserer Welt, wurde im Laufe der Zeit mit vielen Namen geehrt: Urvater, Schöpfer, Göttervater und Gemahl Gaias. Bevor es Negaia, geschweige denn die Götter selbst gab, gab es nichts anderes als Petros und das Chaos, welches uns noch heute umgibt: die tobende Unordnung der vier Grundstoffe Feuer, Staub, Wasser und Luft. Frei von allen bekannten naturwissenschaftlichen Gesetzen wüteten die Grundbausteine unserer Welt durch die Leere, jedes für sich allein; ohne Ziel, Bindung oder Richtung. Petros sah das wirre Chaos und machte es sich zur Aufgabe, selbiges zu ordnen, da er wusste, dass er aus den Grundbausteinen Großes würde erschaffen können. Dass zu diesem Vorhaben nur ein Gott - oder konkreter: der Göttervater selbst - im Stande war, wird schnell klar, wenn man sich mit dem Konzept der Annihilation beschäftigt. (Interessierte und Schüler der Geistlichen Laufbahn können im Buch "Theorien und Experimente zur Annihilation" von Mariella Brando weitere Informationen erhalten.)
Hier sei nur kurz erklärt: Als Annihilation wird die selbstzersetzende Reaktion (falsch) zusammengefügter Grundelemente & deren Produkte bezeichnet, wobei am Ende jeder Reaktion das Chaos steht. Mit anderen Worten: Die vier Grundstoffe können für sich allein bestehen, jedoch nicht gemeinsam. Sobald eines der vier Urelemente ein anderes Urelement berührt, lösen sich alle Elemente in Chaos auf.
Doch auch der Urvater konnte nur einen Teil des Chaos in diese vier Bestandteile trennen; um ihn herum wütete weiterhin die Unordnung. Einige Astralwissenschaftler sehen hierbei das Ausmaß und die nicht zu unterschätzende Kraft der Annihilation als Ursache (welche uns auch heute noch massivste Probleme bei der Forschung bereitet), andere glauben, dass es schlicht nicht zu ordnende Bestandteile des Chaos gibt; wieder andere halten eine Mischform beider Theorien für möglich. (Interessierte lesen hierzu das "Sternenlichttheorem" von Rik Itep durch. Dieses Buch ist u.a. Bestandteil des zweiten Lehrjahres für die geistliche Laufbahn)
Petros Bestreben war nicht nur die Umkehr der Unordnung zur geregelten Ordnung, sondern ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen den Elementen.



Kapitel 2: Die Formung der Urelemente


Kapitel 2.1: Gaia


Unser heiliger Urvater formte nach der Teilung der Grundstoffe aus der einen Hälfte des Staubs einen kugelförmigen Körper, welcher den heutigen Namen Negaia trägt. Die andere Hälfte formte er zu einem Wesen, welches er als perfekte Ergänzung für sich selbst sah. Diesem Wesen hauchte er die Hälfte seiner eigenen Lebensenergie ein. So erlangte Gaia, Göttin der Erde, ihr Bewusstsein und wurde die Gattin des Petros. Sprachlich lässt sich durch die Ähnlichkeit beider Namen (Negaia-Gaia) der gemeinsame Ursprung aus dem Chaosstaub erkennen.



Kapitel 2.2: Pontos


Der Urvater beschloss, zusammen mit Gaia das Urelement des Wasser nutzbar zu machen. Das Urwasser teilten sie in drei Teile; ein Drittel davon versetzten sie mit der erdigen Kugel Negaia. Nach den wissenschaftlichen Gesetzen hätte die Annihilation einsetzen müssen - sie blieb jedoch aus. Das Wasser verteilte sich, füllte die Untiefen der Kugel auf und bildete die ersten Seen, Flüsse und das Meer. Die übrigen zwei Drittel des Urwassers bildeten die Basis für den Körper des Wassergottes. Er hauchte diesem Wesen Leben ein und schenkte so dem Gott des Wassers, Pontos, ein Bewusstsein.



Kapitel 2.3: Helios


Zu Dritt nahmen sich die Götter das Urelement des Feuers vor, doch Pontos löschte sofort bei jeglicher Berührung das Feuer. Petros erkannte, dass das Feuer eine Gefahr für seine Schöpfung darstellte und versuchte mit Gaias und Pontos Hilfe, das Feuer zurück ins Chaos zu werfen. Das Feuer war schwer, ja zu schwer zu kontrollieren, und Petros war durch das Erschaffen von Gaia und Pontos noch geschwächt, sodass die Urflammen ihn verletzen konnten. Das feurige Urelement nahm dabei einen Teil von Petros Lebensenergie in sich auf und entwickelte sich zu Helios, dem Gott des Feuers. Helios wurde durch die Aufnahme von Lebensenergie ungewollt in den Plan der anderen Götter eingeweiht, ihn und sein Element annihilieren zu wollen. Helios Bestreben war nun, Negaia mit seinen Seen, Flüssen und dem großen Meer zu zerstören. Petros wollte jedoch seine Schöpfung nicht Helios' Zerstörungswut überlassen und stellte sich ihm im Kampf. Petros besiegte das flammende Element im Duell, trug aber große Wunden davon. Auch die Welt trug schwere Schäden davon; ein Großteil brannte und war zerstört. Pontos verhinderte die Zerstörung der übrigen Welt, indem er das Inferno in das Innere der Erdkugel verbannte. Das Feuer war nun dort gefangen.



Kapitel 2.4: Aither


Stark geschwächt fasste Petros den Entschluss, sich dem letzten Urelement zu widmen, welches er vom übrigen Chaos abtrennen konnte: dem Urelement der Luft. Auch wenn ein Teil des Feuers im Inneren Negaias gefangen war, wollte der Schöpfer eine weitere Zerstörung verhindern und den Göttern Gaia und Pontos eine weitere Kraft zur Seite stellen. Helios würde nicht ewig schwach sein, daher war Eile geboten. Petros wollte diese Chance nutzen und die Luft formen, wohl wissend um die Gefahr für das letzte Urelement, durch Helios annihiliert zu werden.
Helios erholte sich schnell und bündelte seine Kräfte, um das neu geformte Element der Luft ins Chaos zu stürzen. Jedoch bewirkte er genau das, was er zu verhindern versuchte: Der Feuergott stärkte seine Angriffe mit etwas Lebenskraft, die er bei seiner Entstehung Petros stahl, und unterstütze versehentlich die Entstehung Aithers, dem Gott der Luft. Gespeist durch Petros und Helios Lebenskraft bündelte der lebendig gewordene Wind ein Drittel seines Elementes zu einem Sturm, der zu Helios Entsetzen die Flammen nicht anfachte, sondern ausblies. Erschöpft von der Niederlage und dem Kraftverlust, zog der Gott des Feuers sich in die Nähe des Chaos zurück.



Kapitel 3: Der Tod des Urvaters


Es war vollbracht! Die vier Elemente Erde, Wasser, Feuer und Luft konnten in gewissen Gleichgewicht unter der Schirmherrschaft der jeweiligen vier Götter nebeneinander bestehen, ohne zurück ins Chaos zu fallen. Doch der Preis dafür war hoch - zu hoch, wie sich schließlich herausstellte. Der Kampf mit Helios und die Formung der Luft brauchten Petros gesamte Lebenskraft auf - er brach erschöpft zusammen und starb. Dieser Zeitpunkt stellt das Jahr 0 der ersten Zeitepoche dar; die Stelle, an der der heilige Vater starb, ist heute als Fjord der Elemente bekannt.

Genau hier, mit dem Beginn der ersten Zeitepoche, endet dieses Buch. Doch wo eine Sache endet, beginnt eine neue:
Band 2 "Geschehnisse der ersten Zeitepoche" der Reihe "Mythen & Wahrheit: eine Chronik" führt Euch, werter Leser, durch die erste Zeitepoche und die Entstehung der Völker Negaias.